Männerchor Radebeul e.V.“Liederkranz 1844”

 

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1999  Teilnahme des Chores am Treffen des Sächsichen
Sängerbundes in Großenhain
   
18.09.1998  Radebeuler Herbst- und Weinfest
  Chorauftritt zur Eröffnung, wie jedes Jahr, das Radebeuler Herbst und Weinfest. Schirmherr war in diesem Jahr Regierungspräsident Dr. Weidelehner. Der Oberbürgermeister der Partnerstadt von Sankt Ingbert Dr. Brandenburger überbrachte herzliche Grüße aus dem Saarland. Danach vollzog der Oberbürgermeister Radebeuls, Dr. Volkmar Kunze, gemeinsam mit der Weinkönigin und dem Weinkönig Bacchus (Schauspieler Herbert Graedtke) den Weinfass-Anstich.
   
17.05.1998  Waldparksingen
  Zehn Chöre mit etwa 300 Sängerinnen und Sänger, die aus der Lößnitzstadt, Meißen, Heidenau und dem Lößnitzhochland angereist waren. Fast 2000 Zuhörer füllten den Waldpark. Gemeinsam wurde abschließend das Lied „Wahre Freundschaft soll nicht wanken“ gesungen.
   
08.11.1997      Ehrung des Chorleiters Egon Häusler
  Egon Häusler erhält für 40- jährige Tätigkeit als Chorleiter die Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes in Gold. Der Präsident des Sächsischen Sängerbundes, Wolfgang Wehmann, überreichte diese am 8. November 1997 anlässlich der Auszeichnungsfeier des Chores mit der Zelter – Plakette. In seiner Rede würdigte er die ehrenamtliche Tätigkeit der gesamten Sängerschaft und sprach dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Kirsten den besonderen Dank des Sächsischen Sängerbundes aus
 
   
1996 Verleihung der Zelterplakette
 

Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte ist die  Verleihung der Zelterplakette durch den Bundespräsidenten Roman Herzog anlässlich einer Festveranstaltung in Garmisch-Partenkirchen Die Zelter-Plakette, benannt nach dem Komponisten Carl-Friedrich Zelter, wurde am 7. August 1956 von Bundespräsident Theodor Heuss „als Auszeichnung für Chorvereinigungen, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben“ (Stiftungserlass) gestiftet.

Gemäß den „Richtlinien für die Verleihung der Zelterplakette“ von 1956 mit Ergänzung von 1960 wird die Zelter-Plakette frühestens aus Anlass des mindestens 100-jährigen Bestehens eines Chores auf dessen Antrag durch den Bundespräsidenten verliehen. Voraussetzung für die Verleihung ist der Nachweis, dass sich der Chor in ernster und erfolgreicher musikalischer Arbeit der Pflege des Chorgesanges gewidmet und im Rahmen der örtlich gegebenen Verhältnisse künstlerische oder Volksbildende Verdienste erworben hat

 
  Übergabe Zeltermedaille
  Zur Übergabe der Zelter-Plakette fuhr eine Delegation des Chores in die Alpenstadt.Die Delegation des Männerchores Radebeul vor dem Kongresshaus, v.l.n.r.: Vorsitzender Dr. Wolfgang Kairsten, Alterspräsident Kurt Holsten(verst.), Schriftführer Erhard Wolf und deren Ehefrauen
   
02.11.1996  Herbstveranstaltung im Gasthof in Sekowitz
  Zur Herbstveranstaltung 1996 war der Chor Burkhardtswalde/Glashütte eingeladen. An diesem ersten Novembersonnabend war der Saal im „Gasthof Serkowitz“ bis auf den letzten Platz besetzt.
 
  Vom 6. bis 8. Oktober statteten die Radebeuler Sänger mit ihren Ehefrauen einen Gegenbesuch in der Domstadt ab. Am 7. Oktober 1995 sang der Männerchor gem- einsam mit dem Quartett-Verein „Frohsinn“ e.V. von 1923 und anderen Chören beim Chorkonzert in der Stadthalle Hiltrup bei Münster (Nordrhein-Westfalen). Im historischen Friedenssaal des Rathauses fand ein offizieller Empfang für den Männerchor statt.
   
06.10.1995 Chorkonzert mit dem Quartett-Verein „Frohsinn“ e.V. von 1923       
 
  Stadtrat Sehnert übereicht im Festsaal eine Grußadresse des Radebeuler Oberbürgermeisters Volkmar Kunze
 
                 
30.09.1995  Chorsingen an der Sängereiche in Dresden
 

Anlässlich des 130. Jahrestages des 1. Deutschen Sängerbundes und des 130. Pflanzjahres der Sängereiche in Dresden veranstalteten der Sächsische Sängerbund und der Chorverband Sachsen am 30. September ein Chorsingen an der Sängereiche auf den Elbwiesen. Hierzu trafen sich etwa 500 Sänger von fast 50 Chören aus Sachsen. Aus Radebeul nahmen der Männerchor Radebeul Liederkranz 1844 e.V. und die Chorgemeinschaft Radebeul-Lindenau 1895 e.V. teil. Zum Schluss sangen alle gemeinsam „Sachsen, mein Heimatland, hier bin ich zu Haus“.

Der 1862 in Coburg gegründete Deutsche Sängerbund veranstaltete 1865 in Dresden das 1. Deutsche Sängerbundesfest, das mehr als 20.000 Sänger vereinte. Sänger aus Leipzig hatten ein Eichenbäumchen mitgebracht, das unterhalb des Waldschlösschens auf den Elbwiesen zur Erinnerung an dieses Sängerfest gepflanzt wurde. Als die Dresdner Sängereiche 60 Jahre alt geworden war, fand 1925 an der Elbe das 1. Sächsische Sängerbundesfest des 1924 gegründeten Sängerbundes statt.

 
   
07.05.1994   150 Jahrfeier des Chores
  Der Männerchor Radebeul e.V. „Liederkranz 1844“ feierte sein 150 jähriges Gründungsjubiläum in der Coswiger „Börse“ mit einem Festkonzert unter der Leitung von KMD Hans-Bernhard Hoch. Gratulanten des Landkreises Dresden-Land, der Stadtverwaltung Radebeul, des Sängerbundes und Delegationen von Vereinen umliegender Ortschaften kamen und überbrachten Glückwünsche oder boten musikalisch einen Beitrag zum Gelingen des Abends. Höhepunkt war der gemeinsame Auftritt mit der Chorgemeinschaft Lindenau, unter der Leitung von Monika und Wolfgang Wehmann. 
 
   
1993 Festkonzert mit dem „Quartettverein Frohsinn 1923” e.V
  Ein Festkonzert mit dem Münsteraner „Quartettverein Frohsinn 1923 e.V., mit dem seit Jahren partnerschaftliche Beziehungen bestehen, war ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Chores. Die Gäste aus dem Münsterland weilten anlässlich des Chorjubiläums zum 150jährigen Bestehen des Radebeuler Chores in der Lößnitzstadt.
Im Juli 1990 wurde die Sängerschaftsbeziehung zum „MGV Frohsinn“ St. Ingbert im Rahmen der Städtepartnerschaft Radebeul – St. Ingbert (Saarland) geknüpft.
   
1990 Eintrag ins Vereinsregister
  Der Männerchor „Liederkranz 1844“ wird ins Vereinsregister eingetragen. Seit 1990 gibt es auch wieder den neu gegründeten Sächsischen Sängerbund e.V. und diesem gehört unser Männergesangsverein natürlich auch an. Als im September 1990 Chorvertreter aus allen Landesteilen Sachsens ihren Sächsischen Sängerbund wieder gründen, ist auch der langjährige Chorleiter (1983 bis 1991) des „Liederkranzes 1844“, Kantor Karl Frotscher unter ihnen. Einstimmig wurde er zum Vizepräsidenten gewählt. Als solcher ist er dabei, als  der Vorstand des Sächsischen Sängerbundes von Ministerpräsident Dr. Kurt Biedenkopf in der Dresdner Staatskanzlei empfangen wird.
   
31.08.1969 Ulf Stange wird neuer Chorleiter
  Der bisherige künstlerische Leiter, Max Lehmann, trat am 31. August in den Ruhestand und übergab die Leitung des Chores an den Lehrer Ulf Stange. Die Zahl der aktiven Sänger beträgt 95 Mann. Zu Ehren des 20. Jahrestages der DDR sangen alle Radebeuler Chöre auf einer Festveranstaltung. Am 11. Oktober zum Herbstvergnügen, wurde Max Lehmann für seine langjährige Tätigkeit geehrt.
   
07.06.1964 Kreissängertreffen in Radeburg
  Die Chöre werden ohne Namen geführt, es heißt nur Stützpunkt Radebeul. Dirigent war Max Lehmann.
   
30.09.1962  Sängertreffen Radebeuler Chöre
  Das Sängertreffen der Radebeuler Chöre wurde im „Kulturhaus Völkerfreundschaft“, Lößnitzgrundstraße 8,  früher Grundschänke, heute Wohnbebauung, durchgeführt
   
20.03.1950 Frühjahrskonzert im Kulturhaus “Heiterer Blick”
  Unter dem Titel. „Ein heiter tönendes Mosaik zum Frühlingsanfang“ fand im „Heiteren Blick“ unter der bewährten Leitung von Walter Flath, das Frühjahrskonzert statt. In der Eröffnungsrede wünschte man sich Frieden.
   
01.05.1949 Erster öffentlicher Auftritt nach dem Krieg
 

Den ersten öffentlichen Auftritt hatte der Männerchor zur Maifeier vor dem Niederlößnitzer Rathaus. Die Darbietungen der damals 40 Sängerumfassenden Chores fanden bei den Zuhörern viel Beifall.

In den 50er Jahren nahm die Pflege von Geselligkeit und Frohsinn wieder zu. Chorproben und Auftritte werden wieder zu einem festen Bestandteil des Lebens der Sangesbrüder. Feste  Traditionen werden aufgefrischt und gepflegt, es gibt wieder Frühlings- und Herbstvergnügen. Aber auch die sozialen Kontakte werden belebt, wie das Singen in den Altersheimen Neu- und Altfriedstein und im Krankenhaus. In vielen Veranstaltungen erfreut der Chor seine Zuhörer und wirbt mit seinen Auftritten zahlreiche Mitglieder. So beträgt der Mitgliederstand im Jahre 1951 bereits 57 aktive Sänger. Freundschaftliche Beziehungen mit anderen Männerchören werden geknüpft und es gibt die ersten gemeinsamen Auftritte.

   
1947 Gerhard Schiefner wird Vorsitzender
  Er übernimmt im Sinne seines verstorbenen Vaters das Amt des Vorsitzenden. Stellvertreter bleibt Wilhelm Graupner. Es gibt 48 aktive und 7 fördernde Mitglieder
   
10.12.1946 1. Versammlung von 41 Sängern
 

Auf Drängen zahlreicher aktiver Sänger erlaubte die Stadtverwaltung die Bildung eines Männerchores in Radebeul-Ost und eines Männerchores in Radebeul-West. 1990 wurde bei der Neueintragung in das Vereinsregisterbeim Amtsgericht wieder dieser Name eingetragen.

1982 löste sich der Chor Radebeul-Ost auf und von ihm schlossen sich neun Sänger dem Chor Radebeul-West an. Hier wurde nun die Tradition des alten Männergesangvereins „Liederkranz 1844“ fortgeführt.

Am 10. Dezember 1946 fand im Kaffee Lehmann, Bahnhofstraße die erste Zusammenkunft statt, 41 Sänger sind anwesend. Arthur Ranft wird als Vorsitzender gewählt, sein Stellvertreter ist Klempnermeister Wilhelm Graupner, Schriftführer wird Hugo Chmel und Chorleiter ist Walter Flath.

Gesungen wird zu Geburtstagen, Jubiläen, Gedenktagen, Grünen-, Silbernen-, und Goldenen Hochzeiten, aber auch zu traurigen Anlässen. Liederabende des Männerchores finden in den Radebeuler Gasthäusern statt. Besonders oft in der „Goldenen Weintraube, aber auch im „Heiteren Blick“, der „Börse“, der „Oberschänke“, der „Friedensburg“ und in „Mieths Weinstuben“. Besonders beliebt sind die Pfingstsingen an „Schwarzes Teich“,die auch heute noch eine schöne Tradition darstellen. Auch auf Wanderungen und Ausflügen des Chores mit der ganzen Familie wird gesungen. Dazu muss vorher kräftig geübt werden. Im Jahresdurchschnitt finden 39 – 45 Proben statt. Bis Ende des zweiten Weltkrieges gab es drei Frauen- und zehn Männerchöre.

   
1945 Erlass der sowjetischen Militäradministration
  Nach dem Krieg wurden durch die sowjetischen Militäradministration der jegliche Vereinstätigkeit untersagte, alle Vereine aufgelöst, auch der Männerchor „Liederkranz 1844“.
   
08.09.1942 Herr Neubert neuer Chorleiter
   
1944 100jährige Bestehen des Männerchores
  Die Zeit in der die 100. Jahrfeier des Chores fällt, ist keine gute Zeit zum Feiern. Trotzdem wurde mit den benachbarten Gesangsvereinen in der "Goldenen Weintraube“ ein kleines Konzert gestaltet.
   
10.05.1942 Musikalische Gedenkfeier zum 100.Jahrestag Karl Mays
  Auf dem Friedhof im „Karl May Hain“ fand eine musikalische Gedenkfeier zu Ehren des 100. Geburtstages von Karl May statt. Das Grabmal für Karl und Klara May, die Nachbildung des Niketempels von der Akropolis in Athen, steht an der nördlichen Quermauer des Friedhofs Radebeul-Ost, eines der beiden Radebeuler Hauptfriedhöfe.
 
  Die Dichtung Karl Mays „ Ich komm zu Dir im Sonnenstrahl“ vertont für Männerchor von Musikdirektor Johannes Lindner kam zur Uraufführung.
  Der langjährige Chorleiter, Musikdirektor Herr Kantor Johannes Lindner, legte sein Amt als Dirigent aus gesundheitlichen Gründen nieder. 
   
1937 93.Gründungsfeier in der “Goldenen Weiantaube”
 

Einige Mitglieder konnten infolge Arbeitslosigkeit und Bedürftigkeit keine Beiträge mehr entrichten.

Es war Zeit des Nationalsozialismus und auch in den Chören gab es zahlreiche Veränderungen. Das „deutsche“ Liedgut bekam einen sehr hohen Stellenwert. Der 1. Schreibmeister des „Liederkranzes“, Jakob Schüler, sah sich nach 8jähriger Tätigkeit (von 14.01.1930 bis 11.01.1938) gezwungen, sein Amt infolge Arbeitsüberhäufung durch ehrenamtliche Tätigkeit in der NSDAP niederzulegen. Karl Ruttloff übernahm sein Amt. Der Chor sang zu verschiedenen Großveranstaltungen, wie am Nationalfeiertag. Es gab viele Reglementierungen, die Auftritte und Lieder wurden festgelegt. Die geselligen Herrenabende fanden seltener statt. In dieser Zeit nahmen die Mitgliederzahlen in den einzelnen Gesangsvereinen sehr ab, viele gingen ganz ein. Als einziger hielt sich der „Männerchor Liederkranz 1844“. Die Sänger wurden in den Kriegsdienst einberufen und leider kehrten auch viele Männer nicht mehr nach Hause zurück. Wie schon nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges fielen auch nach Beginn des 2. Weltkrieges die Gesangsstunden aus. Die Postkartengrüße der Sänger, die sich an der Front befanden, wurden zu den Singstunden vorgelesen.

   
1932 11. Sängerbundfest in Frankfurt a. M.
  Zum Deutschen Sängerbundfest in Frankfurt am Main nahm eine Abordnung des Männerchores mit der Fahne des Vereins teil. Die Fahne des Sängervereins ”Liederkranz 1844 ist eine der ältesten Fahnen und wurde gebührend bewundert
   
21.06.1931 25 Jahre Männerchor „Liederkranz 1844“     
  Das 25jährige Jubiläum der Lößnitzgruppe im Sächsischen Elbgau Sängerbund wurde am 21. Juni 1931 in der Schützenhalle zu Kötzschenbroda gefeiert.
   
21.01.1930 Hugo Schiefner übernimmt den Vorstand
  Chorleiter war Kantor Johannes Lindner. Der Chor war bis zu seiner Auflösung mit ca. 70 aktiven Sängern und 95 fördernden Mitglieder einer der stärksten Chöre der Region.
   
15.02.1930 85- jährige Stiftungsfest in der “Goldenen Weintraube”
 

Das Fest fand  in den Sälen der „Goldenen Weintraube“ statt. Als großes Erntedankfest wurde es im Biedermeier Stil gefeiert. Die Weintraube war aufwendig geschmückt, es gab sogar eine Rutsche in den Saal, als Postkutsche getarnt. Das Stadtorchester unter Leitung von Herrn Stadtmusikdirektor Laudel spielte zum Tanz.

Nach Aussage der Chronisten war dieses Sängerfest eines der schönsten Feste des Chores. Bei noch keinem Sängerfest wäre soviel und begeistert gesungen worden. Sicher lag es auch an der bewegten Zeit, denn es war vor Ausbruch des Krieges und in den Chören kamen Tendenzen auf, die vielen Mitgliedern nicht gefielen.

   
14.12.1924 Gründung des Sächsischen Sängerbundes
  Er vereinte 16 Sängerbünde, ohne die Arbeitersängerbünde mit einzubeziehen.
   
20.06.1925 1. Sächsisches Sängerbundfest auf den Johannstädter Elbwiesen
  Vom 20. bis 23. Juni richtete die Vereinigung das 1.Sächsische Sängerbundfest aus. Die dafür von Ratszimmermeister Karl Friedrich Noack auf den Johannstädter Elbwiesen errichtete 132 Meter lange und 70 Meter breite Festhalle bot 12000 Sängern und etwa 15000 Zuhörern Platz.
   
16.07.1921 17. Sängerfest des sächsischen Elbgau-Sängerbundes in Neustadt (Sachsen)
   
1914 Beginn des 1. Weltkrieg
  Durch den ersten Weltkrieg wurde die Entwicklung des Chores jäh unterbrochen. Viele Sangesbrüder zogen in den Krieg. Die nicht einberufenen Chormitglieder bemühten sich, den Verein am Leben zu erhalten. Der Chor pflegte auch weiterhin das deutsche  Liedgut. Es gab gesellige Unternehmungen, bei denen auch viel gesungen wurde
   
15.07.1911 15. Sängerfest des sächsischen Elbgau- Sängerbundes in Dippoldiswalde
   
1908 Sängerfest in Kötzschenbroda
  Das Sängerfest in Kötzschenbroda wurde in der dafür hergerichteten Sängerfesthalle auf der heutigen Festwiese festlich begangen. Seit dieser Zeit sangen die Männer fast auf allen deutschen Sängerfesten, so in Stuttgart, Wien, Breslau, Nürnberg, Hamburg, Graz, Hannover und Frankfurt am Main. Die Sängerfeste des Elbgau-Sängerbundes wurden in Sebnitz, Radeburg, Freiberg, Neustadt, Radeberg, Pirna, Pulsnitz und Dippoldiswalde durchgeführt und hatten immer viele Besucher.
 
   
1895 Chorkonzert anlässlich des 80. Geburtstag von Fürst Bismarck
  Der Reichskanzler des Deutschen Reiches Otto Eduard Leopold von Bismarck feierte seinen 80. Geburtstag (1.4.1815-30.7.1898) und der Chor ehrte ihn mit seinen Liedern. Otto von Bismarck ist der bedeutendste deutsche Staatsmann und Politiker des 19. Jahrhunderts. Sein Wirken prägte die deutsche und europäische Geschichte weit über sein Leben hinaus.
   
1889 Chorkonzert anlässlich der 800-Jahrfeier des Hauses Wettin
   
1893 Zitat aus der Chronik von Moritz Lilic
  In der Chronik der „Lößnitz – Ortschaften“ schreibt der Verfasser Moritz Lilic, „dass von den verschiedenen Gesangvereinen der Lößnitzortschaften der „Liederkranz“ der älteste sei, denn seine ursprünglichen Statuten tragen das Datum des 23. März 1844 (Zitat).“
  Anlässlich der 800-Jahrfeier des Hauses Wettin wurde ein Konzert gegeben. Die Wettiner waren eine Dynastie deutscher Markgrafen, Kurfürsten und Könige und regierten das Gebiet des heutigen Freistaates Sachsen (Obersachsen), Teile Thüringens und der Lausitz mehr als 800 Jahre. Das Geschlecht stellte im 18. Jahrhundert auch zwei Könige und Großfürsten von Polen-Litauen und begründete eine 66 Jahre andauernde Personalunion Sachsen-Polen. Der Name stammt von der Burg Wettin bei Halle in Sachsen-Anhalt. Das Fürstenhaus der Wettiner gehört zu den ältesten deutschen Fürstengeschlechtern.
   
1869 Aufnahme in den Deutschen Sängerbund
  Zur Freude der Männer wurde der Chor 1869 in den „Deutschen Sängerbund“ aufgenommen. Die Sänger sahen es als Verpflichtung und Ehre
   
1865 1. Deutsche Sängerbundfest in Dresden
   
1863 Gründung des Sächsische Elbgau-Sängerbund
  Als Dachverband für unsere Gegend wurde der Sächsische Elbgau-Sängerbund gegründet. Sein Erster Vorsitzender Johann Heinrich Adolf Leiberg verstarb 1928 in Dresden. Seine Begräbnisstätte gehört zu den 35 historischen, unter Denkmalschutz stehenden Grabstellen, auf dem Loschwitzer Friedhof.
   
21.09.1862 Gründung des Deutsche Sängerbund
  Am 21. September 1862 wurde der Deutsche Sängerbund (DSB) in Coburg gegründet, er war der weltgrößte Laienchorverband. Er vereinigte 1,8 Millionen Mitglieder in nahezu 22.000 Chören sowie an Chören angeschlossenen Instrumental- und Tanzgruppen in Deutschland und im Ausland.
   
16.11.1873 Stiftung und Weihe der Vereinsfahne
  Die Sängerfrauen fertigten in Handarbeit eine Vereinsfahne und stifteten sie dem Verein, damit unterstützten sie aktiv das Hobby ihrer Männer. Noch heute wird sie zu besonderen Anlässen  gezeigt. Dem Vereinsvorstand Fleischermeister Gerhard Schiefner ist es zu verdanken, dass es die Fahne heute noch gibt. Er hatte sie in den Kriegswirren versteckt und damit für den Chor bewahrt.
 
   
19.05.1844 Gründung des Männergesangsvereines „Liederkranz 1844“
 

Der Gründer dieses Männergesangsvereins war ein berufener und fähiger Mann, der viel von seinem Können und Wissen an seine Mitglieder weitergab. Es war der Kantor der Kirche zu Kötzschenbroda, Traugott Friedrich Keller.

So fanden sich schon zu Anfang 21 sangesfreudige Kötzschenbrodaer Gewerbetreibende zusammen, um gemeinsam das deutsche Liedgut zu pflegen. Es waren Baumeister, Gastwirte, Korbmacher, Weinbauern und andere Handwerker. Nur Männer und Jünglinge von Bildung und gutem Rufe durften als aktive Mitglieder aufgenommen werden. Gastwirte wie Julius Große,  Brauschänkengutsbesitzer „Großes Weinstuben“ und „Oberschänke“ und der Wirt der „Grundschänke“ Johann Andreas Arnold waren Gründungsmitglieder. Die Lehrer T. L. Schenk aus Zitzschewig, Franz Mohn aus Kaditz, G.A. Lehmann aus Niederlößnitz und J.T. Kind gehörten ebenso dazu wie der Literat Edmund Bartzsch.

Gesungen wurde anfänglich in der Kirche. Danach fanden die Chorproben vom Mai bis Oktober einmal die Woche in so genannten Mietlokalen der Stadt Radebeul. Zu nennen wäre hier das Kuffenhaus, der Gasthof Buchholz, Mietzschkes Weinschank, die Sängerhöhe, Cafe Lehmann, der Ratskeller von Kötzschenbroda und Niederlößnitz. Eines der letzten Lokale war der Bürgergarten in Altkötzschenbroda, wo noch bis 1992 gesungen wurde.

In den Jahren 1855 bis 1875 entstanden in den Lößnitzgemeinden viele Vereine, die den Gesang pflegten. Sie wurden fast ausschließlich von Lehrern oder Kantoren geleitet, wie auch der Männerchor Liederkranz 1844. Nach Überwindung der Anfangsschwierigkeiten beim Aufbau und in der Entwicklung des Chores, erreicht dieser unter der Stabführung von Kantor Keller, ein Leistungsniveau, das ihn über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte.

Kantor Keller prägte und leitete den Chor 21 Jahre von seiner Gründung bis August 1865. Schon damals wurden die ersten Verbindungen zu auswärtigen Chorgemeinschaften aufgenommen und Sängerfreundschaften geschlossen.

   
  Chronik wurde verfasst von  Frau Barbara Sehnert
 
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Text   Arthur Jahn
Sängerfestspruch Sebnitz 1904
Paul Schmidt